Middlesbrough.
Ich glaube ich sollte mich zuerst mal für die Verzögerung entschuldigen mit der ich hier Sachen poste (aber das habe ich ja auch schon im Disclaimer:) ), aber jetzt gehts los. Wie versprochen, das erste mal aus Middlesbrough, der Stadt, die geographisch gesehen östlich von Stockton-on-Tees liegt und deren Namen man nicht unbedingt kennen muss, aber besser sollte, denn -hier geht was!
Und zwar einiges.
Das fängt damit an, dass hier im Verkehr alles andersherum geht. Und das ist besonders in britischen Kreisverkehren durchaus interessant. Denn wenn man nicht auf die Innenspur des Kreisels fährt wenn man erst die zweite Ausfahrt nehmen will, dann wir der ein oder andere hier schon mal ein bisschen sickig. Aber gut, werden die sowieso wenn die mein Auto sehen.
Das ist übrigens ein gutes Stichwort, denn: Den Twingo gibt es auf der Insel nicht!!!!! Das Modell wurde nie massenhaft importiert und die Leute hier meinten auch, dass das für Ersatzteile schwierig werden könnte. Faszinierend. Ich hoffe er hält einfach 8 Monate ohne Macken durch.
Was hier in Boro aber wirklich geht ist das Nachtleben.
Jetzt denken natürlich direkt alle, "aha, Du hängst also nur in Kneipen rum Addi"...oder so ähnlich. Die Antwort ist (natürlich): Nein. Aber als Gary, mein "housemate" zu dem ich später auf jeden Fall noch ne Menge zu erzählen habe, mich durch Middlesbrough zum Sightseeing gefahren hat, konnte ich kaum fassen, dass eine 150.000 Einwohner Stadt ungefähr 3 Zülpicher Straßen hat und ich-weiß-nicht-wie-viele sonstige Kneipen, Clubs und Lokalitäten. Krass, wirklich.
Meine Unterkunft hier ist total super. Ich wohne bei Gary Lightfoot, einem unglaublich netten, zuvorkommenden, sich kümmernden, Deutsche und Deutschland liebenden Engländer, der, so sagt er zumindest, lieber Deutscher als Brite wäre. Funny bugger. Ohne ihn wäre so mancher Behörden- und Bankengang (jaaaa, ich habe bei der HSBC Bank ein Konto -eigentlich nochmal ne Story für sich-) sicherlich 1000 mal schwieriger gewesen. Mal ganz von anderen Annehmlichkeiten abgesehen: Wireless LAN ("Wifi"), nem 42" Plasmafernseher:), und der Möglichkeit sein komplettes Haus so zu benutzen wie er es tut. Er hat sich nämlich vorgenommen es den German Assistants zu nett wie möglich hier zu machen, weil die Stadt an sich, auch wenn sie stellenweise sehr schön ist, auch ein paar negative Seiten hat, auf die Gary mich dankenswerterweise aufmerksam gemacht hat. Und bei ihm fühle ich mich einfach sicher.
Zur Stadt:
Das County Cleveland (Äquivalent zum Bundesland), ist nämlich eins, dass vom Strukturwandel ähnlich getroffen ist wie das Ruhrgebiet. Nur, dass die Region hier damit scheinbar wesentlich schlechter fertig wird und es massenweise Arbeitslose und Arme gibt. Das fördert hier scheinbar die Kriminalität, und es gibt hier Orte, die so zerstört sind, wie man das sonst nur aus schlechten Filmen kennt. Graffiti überall, ruinöse Häuser, und anstatt Glasscheiben Stahlverbarrikadierungen. Als wir durch den Hafenbezirk gefahren sind, hat Gary nicht umsonst seine Türen verriegelt: "You don't wanna fuckin' go there, or you'll seriously have you're head kicked in. I am not shittin' you." Da wurde mir schon ein bisschen anders.
Jetzt kommt aber das große ABER der Entwarnung: Hier wo ich wohne ist alles pickobello (schreibt man das so?), außerdem wohne ich mit jm zusammen, der sich richtig gut auskennt, und...naja. Macht euch ma keine Sorgen!
So, ich muss ma in die Pötte kommen. Lest hier bald mehr über Gary, Boro, und dann auch meine Schulen. Nächste Woche gehts los.
Bleibt am Ball, es lohnt sich!
1 comments:
Das hört sich super an, ich bin neidisch...
Viel Glück/Erfolg an deinem ersten Schultag!
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